Endspurt in der Heilpflanzensaison

Der Sommer verabschiedet sich mit leuchtenden Farben, jedoch die Heilkraft der Natur ist noch lange nicht erschöpft. Die reifen Früchte von Holunder, Weißdorn,Wildrose, Schlehe und Eberesche stellen uns ihre heilenden Kräfte zur Verfügung.

Eines haben die Wildfrüchte gemeinsam. Sie sind klein mit wenig Fruchtfleisch, aber in ihnen stecken jede Menge Vitamine, Antioxidantien und Mineralien. Die kleine Hagebutte enthält 20 mal mehr immunstärkendes Vitamin C als die Zitrone. Die Hagebutte enthält viele Gerbstoffe, die entzündungshemmend und antibakteriell wirken.

Die blutroten Früchte des Weißdorns reifen im September und Oktober. Ihre Wirkung ist sehr vielfältig. Sie stärken das Herz und Kreislaufsystem und gleichen Blutdruckschwankungen aus. Ihre Wirkstoffe steigern die Durchblutung des Herzmuskels und gleichen Blutdruckschwankungen aus. Vorbeugend angewandt stärkt Weißdorn das Herz, senkt den Stresslevel und im Volksmund wird gesagt, er hilft sogar bei Liebeskummer.

Die roten Beeren findest du an Weißdornsträuchern am Wegesrand. Sie sind sehr häufig und können leicht geerntet werden. Ein Likör aus den Beeren des Weißdorns ist nicht nur heilsam, er schmeckt auch köstlich!

Weißdornlikör

Zutaten

  • 1-2 Handvoll Weißdornbeeren
  • 500 ml Gin oder Wodka
  • 4 EL Kandiszucker

Zubereitung

Die roten Beeren etwas anquetschen (Mörser) und in ein verschließbares Glas füllen. Mit dem Alkohol aufgießen, den Zucker dazugeben und 4 Wochen stehen lassen. Öfters schütteln.

Nach 4 Wochen abseihen und genießen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!


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Die Natur hält speziell für uns Frauen besondere Kräuter bereit – wertvolle Begleiter für ein ganzes Frauenleben. So helfen Frauenkräuter auf sanfte Art dabei, das Leben in Balance zu halten, unsere Gesundheit, Schönheit und Lebensqualität zu verbessern.


Salben und Tinkturen – selbst gemacht aus den heilenden Wirkstoffen der Natur – waren früher in jeder Hausapotheke zu finden. Es ist mir ein großes Anliegen, dieses verloren gegangene Wissen wieder „unter die Leute zu bringen“.


Unser Weg führt uns weg von kultivierten Wiesen in Richtung Wald. Wir graben nach heilsamen Wurzeln, erkunden ihre Anwendungsmöglichkeiten und genießen mit allen Sinnen.